Postnatale Depression

Die Postnatale Depression oder auch Wochenbettdepression genannt kommt

häufig vor.

Leider wird dieser Zustand einer Mutter kaum erkannt bzw. werden die Symptome

falsch bewertet. Es können Frauen betroffen sein, die Ihre Schwangerschaft nicht

genießen konnten oder die ohnmächtig plötzlich einem Kaiserschnitt gegenüberstanden.

 

Aber auch viel zu hohe Ansprüche an sich selbst, negative Gedanken

„Bin ich eine gute Mutter“, unterschwellige Konflikte mit dem Partner oder

Schwierigkeiten in der Familie können in eine Wochenbettdepression führen. 

 

Das Risiko an einer Postnatalen Depression zu erkranken kann höher sein, wenn es während der Schwangerschaft zu deprimierten Phasen kam oder schwere Schicksalsschläge in dieser Zeit erlebt wurden. Wenn das Baby zu früh auf die Welt kam, finanzielle Schwierigkeiten vorliegen oder kein unterstützender Partner oder Familie in der Nähe sind. Auch eine Re-Traumatisierung der eigenen erlebten Kindheit oder Lebensgeschichte kann eine Rolle bei der Entstehung einer PND spielen.

Die Postnatale Depression kann sich mit Gefühlen der Erschöpfung und Empfindungen, dass das Leben nicht lebenswert ist, zeigen. Sich nicht freuen können, sich schuldig fühlen, gereizt sein, erschöpft aber nicht schlafen können sind weitere Anzeichen einer PND. Hinzu kommt die Sorge um das Baby. Permanente Arztbesuche obwohl das Kind gesund ist können auf eine Postnatale Depression zurückzuführen sein.

Es kann vorkommen, dass das Baby emotional abgelehnt und sogar vernachlässigt wird. Dies kann verheerende Folgen für das Baby haben.

Diese Postnatale Depression unterscheidet sich in den Symptomen nicht sehr von einer Depression in anderen Lebensphasen. Auch hier kommt es zu trauriger Verstimmtheit, Antriebslosigkeit, Gedächtnisprobleme, körperlicher Erschöpfung, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Frustessen.

Die Wochenbettdepression ist nicht zu verwechseln mit dem Babyblues, dem hormonell bedingten Stimmungstief, in das viele Mütter für ein paar Tage fallen können. Dieses Gemütstief verschwindet nach 3-4 Tagen von allein.

Sollte es über diese paar Tage jedoch hinausgehen, liegt wahrscheinlich eine Postnatale Depression vor. Zu bemerken ist, dass die PND sich auch erst einige Wochen nach der Geburt einstellen kann.

Mutter zu sein ist eine emotionale und körperliche sowie auch hormonelle Achterbahnfahrt. Sich auf eine neue Lebenssituation einzustellen und die Verantwortung für ein Baby zu haben können schön sein aber vielleicht auch überfordern. Wenn Sie nur ab und zu das ein oder andere Symptom, wie oben beschrieben, haben, kann dies normal sein. Wenn Sie jedoch ständig unter mehreren Symptomen leiden, sollten Sie über eine Psychotherapie nachdenken.

Mutter und Baby schlafen